Erzieher-Notstand

In die letzten Woche hat die Ostsee-Zeitung schon mehrfach über den Fachkräftemangel berichtet. Nun wurde der NDR darauf aufmerksam und nimmt sich auch des Themas an!

OZ vom 17.11.2017

Der Chamäleon-Verein braucht Personal für ein neues Betreutes Wohnen in Martensdorf (Vorpommern-Rügen). Die Eröffnung wurde verschoben, nun hat sich eine Lehrerin gemeldet, die einspringen kann.

Martensdorf . Der Fachkräftemangele im sozialen Bereich ist längst in Vorpommern angekommen. Doch zumindestens in einem Fall ist Rettung in Sicht! Nachdem der Stralsunder Chamäleon-Verein über die OSTSEE-ZEITUNG am 27. Oktober SOS gefunkt hatte, weil man keine Erzieher für ein multikulturelles Wohnen in Martensdorf fand, entspannt sich die Lage nun etwas. „Bei uns hat sich eine ehemalige Pädagogin gemeldet, die uns gern aus der Klemme helfen möchte. Sie will uns aushelfen, bis wir Personal gefunden haben“, sagt Birgit Rubbert gegenüber die OZ. Seit Monaten versucht der Verein bundesweit, einen Erzieher zu finden. Stellenanzeigen, Suche in soziale Netzwerken und bei Jobmessen – alles ohne Erfolg. Die Chamäleon-Geschäftsführerin betont, dass man durch den Einsatz einer Rekruterin jetzt Angebote habe, die es zu prüfen gilt. „Wir wollen spätestens am 1. Januar eröffnen.“ In der Martensdorfer Einrichtung, die vom Stralsunder Verein neu gebaut wurde, werden vier Jugendliche und im zweiten Bereich Mutter oder Vater mit Kind betreut, die bereits eine Therapie hinter sich haben und im Haus „Cocu“ fit gemacht werden für ein selbstständiges Leben.

    Ines Sommer


zum News-Archiv