ÜBER LEBEN IN DEMMIN

 

„Über Leben in Demmin“ hat in Mecklenburg-Vorpommern großes Interesse ausgelöst, meldete die Deutsche Presseagentur!

Die Premiere mit dem Filmteam und eine Zusatzveranstaltung in Demmin waren in nur wenigen Minuten ausverkauft.

Man sollte diesen Film über die schwierige deutsche Vergangenheit nicht nur als Demminer sehen!

 

Am Donnerstag , den 11.Oktober sowie Freitag den 12.Oktober 2018 zeigen wir den Dokumentationsfilm „ÜBER LEBEN IN DEMMIN“ auf einer Großleinwand  in der Akademie „Alte Fischfabrik“ in der Alten Richtenberger Straße 4, 18437 Stralsund!  

Am Samstag, den 13 .Oktober präsentieren wir den Film in Bremerhagen im ehem. Schullandheim (Bremerhagen 52) .    

Donnerstag, 11. Oktober um 10:00 Uhr (Stralsund)

Freitag, 12. Oktober um 14:00 Uhr (Stralsund)      

Samstag, 13. Oktober um 14:00 Uhr (Bremerhagen)        


Einritt: Kostenfrei

In Demmin hatten sich im Frühjahr 1945 mehrere Hundert Menschen nach dem Einmarsch der Roten Armee das Leben genommen. Die Menschen erschossen und erhängten sich. Viele ertränkten sich in der Peene. Die Tragödie gilt als der größte Massenselbstmord der deutschen Geschichte. In der DDR war das Thema jahrzehntelang ein Tabu.

Erst nach der politischen Wende wurde öffentlich über den Massensuizid gesprochen. Seit Jahren vereinnahmen Rechtsextreme das Gedenken in der Hansestadt mit einem sogenannten Trauermarsch.   Regisseur Martin Farkas sprach rund drei Jahre lang mit Überlebenden des Massenselbstmordes und beleuchtet die Folgen des jahrzehntelangen Verschweigens.

Der Filmemacher zeigt auch, wie die Stadt damit kämpft, den Rechten eigene Gedenkformen gegenüberzustellen.

Regie: Martin Farkas, Deutschland 2017, 90 min, FSK 12  

Anmeldungen gern per E-Mail an mailto:christine.jendsch@chamaeleon-stralsund.de oder per Telefon unter 03831 2039510! Die Plätze sind begrenzt!

Kurzinhalt & PressenotizIm Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Wäh rend die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwoh ner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opf erzahlen der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt. Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten sich hier die Risse innerhalb der deutschen Gesellschaft aufs Äußerste. Mit ihrem »Trauermarsch« instrumentalisieren die Rechtsradikalen die Erinnerung an die furchtbare Tragödie.In seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN geht Regisseur Martin Farkas den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben - und wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert, erscheint tief gespalten. Neben dem Wunsch nach Versöhnung und dem Willen zu einer ehrlichen Aufarbeitung stehen Hass und Feindseligkeit. So eröffnet der Film an diesem exemplarischen Ort einen neuen Blick auf den heutigen, weiterhin schwierigen Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.(Quelle: www.demmin-film.de/film.html) Der Regisseur-Martin FarkasMartin Farkas wird 1964 geboren, wächst im Allgäu auf. Nach dem Abitur reist er um die Welt und arbeitet an mehreren Dokumentarfilmen mit. Zurück in Deutschland studiert er Sozialpädagogik mit Schwerpunkten in Soziologie und Psychologie. Als junger Regisseur dreht er mehrere preisgekrönte Videokunst-Filme und Werbespots.Farkas Ab Anfang der 1990er Jahre arbeitet er als Chefkamera-mann, zunächst für Dokumentar-, später auch für Spielfilme. Er dreht mehrfach mit Dominik Graf und ist u.a. Kameramann für dessen Dokumentarfilme »München - Geheimnisse einer Stadt« und »Lawinen der Erinnerung«. Für Grafs Spielfilm »Am Abend aller Tage« ist Farkas für den Grimme-Preis nominiert. Für den Dokumentarfilm »A Woman and a Half - Hildegard Knef« wird er ebenso für den Deutschen Kamera preis nominiert wie für den Krimi »Der Tote im Spreewald«. Bei dem Dokumentarfilm »Deutsche Seelen - Leben nach der Colonia Dignidad« führt Farkas - zusammen mit Matthias Zuber - zum ersten mal Regie. Seine zweite Regiearbeit, gemeinsam mit Dominik Graf, ist der Dokumentarfilm »Es werde Stadt!«, der den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen erhält. Über Leben in Demmin ist Farkas´ dritte Regiearbeit. (Quelle:https://www.demmin-film.de/farkas.html) 


zum News-Archiv