Daniel Fritz

Schiffbauer/Arbeitserzieher

Mitarbeiter im Technikzentrum des Chamäleon Stralsund e.V.

 daniel.fritz@chamaeleon-stalsund.de

 

Für welche Klienten bietet sich Deine Arbeitstherapie an?

Arbeitstherapie ist das schrittweise Heranführen des Klienten vom Behandelten zum selbst Handelnden. Sie bietet sich für Menschen mit Störungen des Sozialverhaltens, mit unterschiedlichen Suchterkrankungen, mit Persönlichkeitsstörungen wie zum Beispiel  narzisstischen Störungen  und Borderline sowie Reizverarbeitungsstörungen wie ADHS an.

Arbeitstherapie ist sowohl zu Behandlung von psychischen und neurologischen Erkrankungen als auch zur Therapie von physiologischen Problematiken geeignet. Diese Therapieform ist für Klienten ab dem 15. Lebensjahr zweckmäßig.

Was waren die Inhalte Deiner arbeitstherapeutischen Ausbildung?

Während meiner Ausbildung am Diakonischen Institut in Wilhelmsdorf (Baden-Württemberg) wurde ich in den Hauptfächern Psychologie, Psychopathologie, Pädagogik, Arbeitstherapie und Methodik/Didaktik ausgebildet.

In der Psychologie lernte ich zum Beispiel deren unterschiedliche Paradigmen sowie die verschiedenen Methoden und Modelle kennen, besonders interessant waren dabei behavioristische und humanistische Herangehensweisen.

In der Psychopathologie wurden vielfältige neurologische und psychische Störungen, deren  Ursachen und Erscheinungsformen sowie die Behandlungsmöglichkeiten dargestellt.

Im Fach Pädagogik wurde mir umfangreiches Wissen über die Sozialisation eines Menschen vermittelt, dabei wurden die einzelnen Phasen und Instanzen genau beleuchtet und die vorhandenen Gefährdungspotentiale und eventuell auftretende Störungen aufgezeigt. Im Fach Methodik/ Didaktik wurde ich im weitervermitteln von Wissen und Fertigkeiten an unterschiedliches Klientel ausgebildet, dabei lernte ich unter anderem das Prozessmodell der Motivation kennen.

Dieses Modell ist heute ein elementarer Bestandteil meiner therapeutischen Arbeit im Chamäleon e.V. geworden.

Weiterhin wurde ich in die Anwendung verschiedener arbeitsdiagnostischer Instrumente sowie deren Einsatz bei unterschiedlichen Patientengruppen im Rahmen der Arbeitsdiagnostik eingewiesen.

Darüber hinaus wurden mir vielfältige handwerkliche Fähigkeiten im Bereich der Holz- und Kunststoff- sowie Metallbearbeitung als auch eine Vielzahl kreativer Techniken vermittelt.

Mit diesem Wissen und diesen Fähigkeiten ausgestattet, ergab sich eine Erweiterung der arbeitstherapeutischen Angebotspalette im Technik-Zentrum des Vereins für unsere Klienten.

Was ist Dein persönlicher Schwerpunkt in der Arbeitstherapie?

Zu Beginn der Arbeitstherapie lege ich den größten Wert auf den Beziehungsaufbau, meiner Meinung nach ist eine gute und ehrliche Beziehung auf Augenhöhe ein wichtiges Fundament für einen positiven Therapieverlauf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arbeit an der Motivation des Klienten für Beschäftigung/Arbeit, dies geschieht unter anderem durch das Aufzeigen seiner Ressourcen und deren Förderung. Daraus ergeben sich für den jungen Menschen eventuell neue Lebens- und Handlungskonzepte. Der Klient erfährt bei positiven Handlungsergebnissen nicht nur meine Anerkennung, sondern er erlernt sich auch selbst richtig zu beurteilen und wertzuschätzen. Weiterhin sehe ich die Herstellung von Gruppenfähigkeit als wichtigen Bestandteil von Arbeitstherapie an, da sich der Klient in seinem späteren Arbeitsleben, in sozialen Gruppen behaupten muss.

Welche Angebote bietest Du neben der Arbeitstherapie noch an?

Da ich ein Jung von der Waterkant bin und selbst sehr gerne Angeln gehe und segele, biete ich maritime Erlebnispädagogik im Bereich der Sund-und Boddengewässer an .In Zukunft würde ich gerne auch noch Bogenbau und Bogenschießen durchführen, ansonsten versuche ich mich auch in Zukunft noch in allen möglichen Dingen.

Ein Satz zum Schluss von Dir:

Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen.

Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.

(Cyril Northcote Parkinson)

Daniel Fritz


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