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Neues von unseren berufsbegleitenden Angeboten, Fort- und Weiterbildungen

ZAP2.0

August 2023 Stralsund 

Zwei unserer Kolleg*innen im Man Tau nehmen derzeit an der internen Weiterbildung zum zertifizierten Adoleszenz Pädagogen teil.

Im dritten Modul der internen Weiterbildung zum zertifizierten Adoleszenz Pädagogen haben sich der*die Kollegen*in mit der Biographiearbeit beschäftigt und verschiedene Methoden dazu kennengelernt sowie praktisch anhand ihrer eigenen Biographien angewendet.
Die eigene Lebensgeschichte prägen das Leben eines jeden Menschen. Das Wissen um die eigene Lebensgeschichte hilft dabei, das eigene Leben besser zu verstehen und damit auch sich selbst.
Ziel sollte es in unserer Arbeit bei Chamäleon Stralsund e.V. sein, die Persönlichkeitsentwicklung voranzubringen und eine Selbstständigkeit zu fördern. Biographiearbeit ist dabei eine gute Methode, bei der Jugendliche die Fähigkeit erlernen, sich mit der persönlichen Vergangenheit auseinanderzusetzen. So können aus der Vergangenheit Lehren gezogen werden, die man in die Gegenwart und Zukunft zieht. Damit kann der Zugang zur Lebensgeschichte dabei unterstützen, das Selbstwertgefühl des Jugendlichen zu stärken und gemeinsam mit ihm Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Franziska Pingel
Klaus Zippel

 

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Fachtag Systemsprenger, Februar 2023

24.02.23 Stralsund 

Fachtag Systemsprenger

Chamäleon Akademie” mit gelungener Premiere

Mit dem Sepp Herberger Zitat das “Runde muss ins Eckige” ist ein Volltreffer gemeint, welcher der “Chamäleon Akademie” in Abwandlung dieses Mottos in: “Das Eckige passt ins Runde” mit dem “Fachtag Systemsprenger” absolut gelang. Offene Türen wurden in der “Alten Fischfabrik” des “Chamäleon e.V.” an den zwei Fortbildungstagen von wissensdurstigem und bildungshungrigem Fachpublikum geradezu eingerannt. Und dieses wurde in allen Belangen bestens und ausreichend verköstigt, mit Input der kein Völlegefühl hinterlässt, welches dich in den Pausenmodus verabschiedet, sondern ganz im Gegenteil. Die Aufbereitung u. Darbietung dieser nicht leichten Kost “Systemsprenger” wirkte wie eine Initialzündung, eine Bestätigung, Motivation, Fokussierung, war wie ein Anschub, deren Wirkung hoffentlich nicht allzu bald im Alltagsumgang mit dieser Thematik, ob nun im Amt, der WG, der Schule, der Familie oder der Peergroup abebben sollte.

Ein sehr schwieriges wie auch komplexes Thema, was Praktiker wie Theoretiker, Eltern wie Erzieher, Außenstehende wie Betroffene, Kinder wie Jugendliche in vielfältigster Form beschäftigt, begleitet u. welches gleichermaßen, wenn auch in unterschiedlichster Weise allen irgendwie zusetzt. Prozesse, die bereits lange im Vorfeld schwelen, dann in vorprogrammierten Flächenbränden auflodern, an denen sich immer wieder neu erhitzt u. entzündet wird, mit der Erfahrung oft verbranntes Geld u. “verbrannte Erde” zu hinterlassen, stets in bester Absicht natürlich, sodass auch glühende Fechter u. Verfechter sozialer Berufe selbst bei lauter “Feuer u. Flamme” zwangsläufig ausbrennen, dass du irgendwann sagst: “Och Menno!” Und dann kommt da ein gewisser Herr Baumann mit just diesem Vornamen aus Oldenburg wie Phönix aus der Asche u. all das Beschriebene ist Wasser auf seine Mühlen. Und dann beginnt er. Er spricht zu diesen Grenzerfahrungen in der täglichen Arbeit, zu Ursachen u. Folgen, legt unmittelbare Zusammenhängen dar, die für den Einzelnen, Klienten wie Helfer zwangsläufig scheinen, konfrontiert mit Dominoeffekten für das nahen u. erweiterte Umfeld u. letztlich für das gesamte “System”. Das “System” gilt es natürlich zu hinterfragen, zu überdenken, vielleicht auch zu reformieren. Das ist für Kinder u. Jugendliche ohnehin Teil ihrer Vita u. hilft den Erwachsenen den Blick immer wieder aufs Neue zu schärfen. Da ist Individualität oder Nonkonformität einer Persönlichkeit in Bezug auf das “System”, wenn nicht unbedingt Sprengstoff, so aber zumindest oft die “Lunte”, die alle “Systematiker” bereits vorahnungsvoll riechen. Da sprengt ein Herr Professor im Oldenburger VfL-Fanblock genauso die Norm, wie der Theologe Friedrich Bonhoeffer als friedensstiftend Bekenner inmitten nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Alles eine Sache der Betrachtung u. Begegnung, des Ortes u. der Zeit.

Prof. Dr. Menno Baumann, examinierter Erziehungswissenschaftler, gelingt es sein Publikum nicht nur zu fassen, er packt es förmlich und verwebt in seinem Vortrag theoretische Grundlagen mit eigenen Praxiserfahrungen belebend beispielhaft, dabei in einem bestechenden Timing, welches sogar die höheren Mächte der hiesigen Wasserwirtschaft in”klo”sive mit einbindet.

Der Vortrag des Referenten ist inputreich u. unterhaltungswertvoll. Auch die Form der Biographiearbeit die er nonchalant dabei einstreut, stets mit seinen eigenen “Grenzen” kokettierend, aus denen er dann doch wieder treffende Beispiele baut, fesselt die Hörer sichtlich. Anhand einer abwegigen, aber im Kontext eines phantasievollen Musters durchaus möglichen diagnostizierten “Teilleistungsstörung im Geräteturnen”, die auf Baumann damals zugetroffen hätten, leitet er den Förderwahnsinn der Institutionen u. Eltern her, der voraussichtlich ob seines Mankos auch ihn getroffen hätte, der trotz aller Bemühungen aller jedoch nur eine Rolle rückwärts verursachen würde, worauf er aber kein Bock hat. Ja in der Theorie ist die Praxis viel einfacher und ohne eine Prise Show die Wissenschaft natürlich auch trockener. Prof. Dr. Baumann machte “Butter bei die Fische” u. entsprach damit ganz beiläufig den ehemaligen Ursprungsbestimmungen des Veranstaltungsortes. Im anregenden Pausengeschehen mit gestellten Austauschaufgaben u. in den Workshops, die die Kollegen des gastgebenden Trägers leiteten, sprudelten es dann auch aus den Gästen selbst, die allesamt wichtige “soziale Arbeit” ala colour leisten u. dafür an zwei Tagen thematisch topp abgeholt wurden.

Dann läutete es den Abschluss ein u. es darf resümiert werden, dass Baumann schon ein tolles “Rundumpaket” schnürte, zu dessen Lieferumfang Sorglosigkeit allerdings nicht gehörte. Denn ohne Krise wäre es verdächtig. Sie ist immer Teil einer solchen Arbeit u. Chance zugleich, auch Lösungen abseits routinierter Wege zu finden. Manchmal werden Grenzen aufgezeigt oder es sprengt vielleicht den Rahmen. Aber das “System”? In einigen Fällen gewiss, aber in vielen eben auch nicht, obwohl es zunächst den Anschein hat. Daher begegnet Menno Baumann dem Begriff „Systemsprenger“ während seiner gesamten Ausführungen mit einer gewissen Skepsis. Bindung, Ressourcen, Beziehung, mehr Vorsorge erspart Nachsorge, bei Anschlusshilfen nicht den Anschluss verlieren, was kann ich für den andern tun, ohne mich dabei selbst zu vergessen. Dem Fächer der Themen, über die er noch hätte sprechen können, geht die Luft nicht aus, ihm selbst scheinbar auch nicht, aber alles hat eben seine Zeit u. die war dann vorüber. Danke schön, Gruß u. große Lob an alle Beteiligten. Essen top! Und ja: Beides macht Appetit auf mehr.

Gunter Lampe

Info über das Programm und die Themen, hier…

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Modul ZAP

17.11.21 Bremerhagen
Das Modul selbsterfahrene Prozesse im Rahmen der Weiterbildung #adoleszenzpädagogik mit dem Schwerpunkt #Biografiearbeit und Methodik ist zu Ende.  Ein Auftrag an die Teilnehmenden war u.a.:
Denkt bitte daran ein Bild von einem Gegenstand in die ZAP Gruppe einzufügen, welcher in eurer Kindheit von Bedeutung gewesen ist, euch geprägt hat oder immer an eurer Seite war.
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Modul ZAP

17.11.21 Bremerhagen +++dancing without music+++
Auflockerung zwischen den Themen – wanna have fun!
Die Weiterbildung zum #adoleszenzpädagogen verlangt Allen Alles ab…
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