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Familien zusammen führen.

Das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Familienzusammenführung und dem Respekt vor getroffenen Lebensentscheidungen

Wenn sich Familien auf ihrem Lebensweg aus den unterschiedlichsten Gründen, wie beispielsweise Adoption, Vollzeitpflege, stationäre Jugendhilfeeinrichtung oder Trennungen aus den Augen verlieren, entstehen Brüche auf den biographischen Wegen, die es zu betrachten gilt. So ergibt sich im familientherapeutischen Kontext durchaus öfter die Fragestellung nach dem Verstehen und Kennenlernen der eigenen Herkunft, so manches Mal bis hin zu dem Wunsch nach familiärer Zusammenführung.

So sehr der Wunsch eines Kindes nach dem Wissen um seine biologischen Wurzeln nachzuvollziehen ist, ist der Blick weiter auf das gesamte System zu fassen. Mehr als nur das Kind sind auf diesem Weg auch weitere Teile des familiären Systems zu betrachten. Mit viel Transparenz der „neuen“ sozialen Familie gegenüber ist dieser Prozess der Suche zu gestalten. Unabdingbar ist es den leiblichen Eltern die vielen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eine Kontaktaufnahme gestaltet, beziehungsweise wie der Wunsch nach weiterer Anonymität respektiert werden kann und trotz allem die Lebensfragen des Kindes beantwortet werden können. So sind die zu treffenden Entscheidungen nicht nur „schwarz oder weiß“, „entweder … oder …“, sondern durch eine Mehrzahl an Methoden vielschichtig zu betrachten.

Unabhängig davon, ob sich nach der Klärung um die Herkunftsfamilie ein tragfähiger Kontakt aufbaut, zeigt die Erfahrung, dass die Betroffenen weniger unter Identitätskonflikten leiden und nachfolgend häufiger zufriedener ihr Leben gestalten können. Das Wissen um die Herkunft und die Beantwortung von Lebensfragen führt oft zu einer deutlichen emotionalen Entlastung.

Mutter und Sohn

Fotografie vs. Fotographik in der KT

Ein Foto ist in erster Instanz als Momentaufnahme ein objektives Spiegelbild der Realität.

Gleichsam gibt es z. B. im Journalismus hundert tausende Beispiele, wie eine Momentaufnahme die Realität verzerrt oder gar falsch spiegeln kann. Alles ist also subjektiv und liegt immer im Auge des Betrachters. Auch können ganz bestimmte Abbilder mit Symbolcharakter ganz bestimmte Gefühle auslösen.

In den folgenden beiden Bildern haben wir (Klientin und Therapeut) uns diese eben beschriebenen Erfahrungswerte in der Kunsttherapie zunutze gemacht und mittels Fotomontage subjektive Stimmungen erzeugt.

Der Klientin ist es ein Dorn im Auge, dass der Innenhof der Einrichtung ihrer Meinung nach immer wieder sehr schnell verschmutzt und sich darum zu wenig gekümmert wird.

Sie wünscht sich mehr Sorge um die Natur, damit sie sich wohler fühlen kann.

Aus therapeutischer Sicht war es bei diesem Miniprojekt wichtig, dass nicht nur eine kritische Auseinandersetzung mit dem Umfeld stattfand, sondern das Identifikationsmoment Innenhof durch die individuellen Wünsche und Träume der Klientin zumindest in der bildkünstlerischen Aussage verändert wurde.

Jens Kuhle
Dipl. Art Psychotherapeut

Robin Jachmann, Monatsbericht 10.2021

Oktober 2021

Meine suchttherapeutische Ausbildung (tiefenpsychologisch orientiert) befindet sich weiterhin im Prozess, sodass ich mich immer sicherer fühle und weiterhin durchaus bereit bin unterschiedliche Methoden auszuprobieren bzw. ihre Anwendung finden.

Im August 2021 wurde von dem Weiterbildungsinstitut (thema) eine geplante Intensivwoche durchgeführt. Alle auszubildenden Teilnehmenden meiner Kohorte haben sich in Hützel (ROSSMANN Seminarzentrum) – südlich von Hamburg  – getroffen und haben fünf stark gruppendynamisch konzentrierte Tage erleben dürfen. Unser gemeinsames Haus lag an einem märchenhaften See mitten in einem lebendigen Waldgebiet, die grandiose Idylle hat zu deutlich innerseelischen Entwicklungseffekten beigetragen, mit denen sich ganz individuell auseinandergesetzt werden konnte. Letztlich haben wir eigenständig kontroverse Gruppentherapien durchgeführt und haben diese systematisch analysiert.

Aktuell arbeite ich viel mit aussagekräftigen Comics, mit Strategiespielen zum Auflockern, in Auftrag gegebenen Zeichnungen sowie Texten, in Form von fantasievollen Geschichten. Dabei soll es um das freie Assoziieren gehen. Themen, wie die Eigen- und Fremdwahrnehmung, die Kommunikation, die Empathie, die Wahrnehmung, aber auch Motive im Kontext aggressives und expansives Verhalten, oppositionelle Bewältigungsstrategien, Widerstand stehen im Vordergrund – sowie die immer anzuwendende Ressourcenaktivierung zur Stabilität der Selbstwirksamkeit.

In den Gruppen haben wir uns mit immer wiederkehrenden Rückfällen, aber auch mit Interkulturalität als Impuls einer bunten Welt sowie einer konstruktiven Willkommenskultur neuer Mitarbeiter:innen und Klient:innen auseinandergesetzt. Die Jugendlichen hatten tolle Ideen, wie man sich – auch ohne die gesprochene Sprache – verständigen kann: interessante Interaktionsstrategien.

Perspektivisch begleite ich die Implementierung mehr pädagogischer Gruppenangebote, in denen die Jugendlichen ebenfalls zu den Protagonisten der Durchführenden gehören. Ein Jugendlicher hat sich mit dem Thema Gewalt beschäftigt und wird dazu ein niedrigschwelligen Workshop mit lernenden Übungen anbieten.

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